04.12.2007

VG-Wagen

Wagen 3276

Ursprünglich sollten die Gelenkwagen die Typen- bezeichnung V8 bekommen. Die Fahrgestelle der VG stammten von ausrangierten Zweiachsern. Die Wagen fuhren solo, später auch mit V6B/V7B. 1957 wurden dann allerdings die kürzeren Z4B speziell für die VG angeschafft. Lange waren die Gelenkwagen nicht im Einsatz. Ihre schlechten Laufeigenschaften und das hohe Gewicht führten zu einer frühen Ausmusterung. Niemand ist scheinbar auf die Idee gekommen, einen Wagen aufzuheben… Anzahl VG-Wagen: 31. Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt den Wagen 3276 auf Sonderfahrt an der Alster, April 1956 (Aufnahme Sammlung tra.ms).

  • VG-Wagen (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Wagenparkliste)

10.08.2007

DT4-Wagen

Wagen 106-4

Der moderne vierteilige Triebzug DT4 ersetzt nach und nach die Altbaufahrzeuge DT2. Die Wagen ab 210 sind nicht mehr mit den älteren DT4 zusammen einsetzbar (weil neues Antriebssystem). Ab 2009 wird dann der Typ DT5 folgen (mit Durchgängen zwischen den Wagen). Folgende Ausschreibung hat die Hochbahn veröffentlicht: Anzahl der Fahrzeuge: 85-90, Länge 40 m, Breite min. 2,58 m, Fußbodenhöhe: 1 030 mm, Anzahl der Wagen pro Fahrzeug 3-4, Übergänge zwischen Wagen, Klimaanlage, Sprinkleranlage, Achslast max. 100 kN, Höchstgeschwindigkeit 80 km/h, Wagenkastenmaterial Edelstahl. Aufteilung in Lose möglich: Wagen- bzw. E-Teil. Beginn des Ausschreibungsverfahrens: 1.4.2005, Beginn der “Bau”arbeiten/Leistungen: 1.1.2009 (Abschluß 1.1.2015). Abgelöst werden damit die ertüchtigten DT3. Altbaufahrzeuge würden dann ab vsl. 2015 nicht mehr im Fahrzeugbestand stehen. Anzahl DT4-Wagen = 500 (125 4-Wagenzüge). Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt Wagen 106-4 (nach Ohlstedt) im Bahnhof Kelinghusenstraße (Aufnahme tra.ms, 20.9.1998).

  • DT4-Wagen (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Wagenparkliste)

10.08.2007

Fahrpläne

Fahrpläne und Netzpläne der Hamburger Hochbahn (HHA) und des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Die nachstehende Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist vielmehr eine Bestandsliste des Webmasters. Zur Vervollständigung der Sammlung werden alle in dieser Liste noch fehlenden Ausgaben bis 1978 anzukaufen gesucht!  Gern können Sie auch sonstige Sammlerstücke (Schilder, Fahrscheine, Lochzangen, Broschüren etc.) des gesamten ÖPNV in Hamburg und Umgebung anbieten.

Nach und nach werden wir an dieser Stelle weitere Titelbilder und Auszüge aus den alten Fahrplänen als Scan zur Verfügung stellen.

FAHRPLANHEFTE Ausgabe Titel
MONATSHEFT 1928
MÄRZz
Fahrplanheft
(Verlag: Schacht und Westerich)

Scan:
Titelbild


Scan: Karte
Stadt- u. Vororts- sowie Hochbahn


Scan:
Fahrplan Südstomansche Kreisbahn
HHA 1936
Sommer
Die
neuen Fahrpläne

Scan: Umschlag

Scan: Karte
Strab, Hoch-/Stadt- u. Vorortbahn


Scan: Fahrplan
Hochbahn – Ring, Rothenburgsort, Hellkamp
HHA 1942
Sommer
Fahrplanheft

Scan: Umschlag

Scan: Fahrplan
Linie 1 Bramfeld – Hoheluft
HHA 1949
MAI
Fahrplanheft

Scan: Umschlag

Scan: Fahrplan
Linie o2 Bostelbek – Sand [Obus]
HHA 1950
JULI
Fahrplanheft
HHA 1950/51
Winter
Fahrplanheft

Scan: Umschlag

Scan: Karte
Strab/Autobus, U-/S-Bahn


Scan:
Fahrplan Hochb. Ring – Walddörferbahn
HHA 1951 Sommer Illustriertes Fahrplanheft
HHA 1951/52
Winter
Fahrplanheft
HHA 1952
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1952/53
Winter
Fahrplanheft
HHA 1953
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1953/54
Winter
Fahrplanheft
HHA 1954
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1954
Sommer
Fahrplanheft
- Dienststück
HHA 1954/55
Winter
Fahrplanheft
HHA 1955/56
Winter
Fahrplanheft
HHA 1956
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1956/57
Winter
Fahrplanheft
HHA 1957
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1957/58
Winter
Fahrplanheft
HHA 1958
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1958/59
Winter
Fahrplanheft
HHA 1959/60
Winter
Fahrplanheft
HHA 1960
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1961
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1962
Sommer
Fahrplanheft
HHA 1963
Sommer
Fahrplanheft
- Dienststück inkl. Ergänzungsheft
HHA 1963/64
Winter
Fahrplanheft
inkl. Ergänzungsheft
VHH
“Bergedorf – Stormarner”
1963-64Winter Fahrplanheft
(Verlag: Hugo von Have)

Scan:
Umschlag


Scan:
Karte


Scan:
Fahrplan Linie 1 Hamburg – Lauenburg
HHA 1964/65
Winter
Fahrplanheft
- Dienststück
HHA 1965 Sommer Fahrplanheft-
Dienststück

Scan:
Titelbild
HHA 1965/66
Winter
Fahrplanheft
HHA 1966
Sommer
Fahrplanheft
HVV 1966/67
Winter
Fahrplanbuch
(der erste HVV-Fahrplan)
HVV 1967
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1967/68
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1968
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1968/69 Winter Fahrplanbuch

Scan:
Titelbild
HVV 1970
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1970/71
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1971
Sommer
Fahrplanbuch
VHH
- POST – AKN – EBO – ANB
1971Sommer Fahrplanheft
(Verlag: Kurt Leuschner)

Scan:
Umschlag


Scan:
Fahrplan Eisenbahn Elmshorn – [Bad] Oldesloe
HVV 1971/72
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1972
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1972/73
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1973
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1973/74
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1974
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1974/75
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1975
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1975/76
Winter
Fahrplanbuch
STRASSE
UND SCHIENE
1975/76Winter Fahrplanheft
(Verlag: Kurt Leuschner)
HVV 1976
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1976/77
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1977
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1977/78
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1978
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1978/79
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1979
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1980/81
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1983
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1983/84
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1984
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1984/85
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1985
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1986
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1986/87
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1987
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1987/88
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1989/90
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1993/94
Winter
Fahrplanbuch
HVV 1995
Sommer
Fahrplanbuch
HVV 1997/98 Winter Fahrplanbuch

Scan:
Titelbild
LINIENPLÄNE Ausgabe Titel
HHA 1939 APRIL Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.

Scan:
Titelbild
HHA 1953
OKTOBER
Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.
HHA 1955
MAI
Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.
HHA 1956
MAI
Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.
HHA 1957 MAI Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.

Scan:
Titelbild
HHA 1961
MAI
Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.
HHA 1963 APRIL Verkehrsplan
m. Straßenverzeichn.

Scan:
Titelbild
HVV 1967
(1.12.67)
Verkehrsplan
HVV 1967
(2.01.67)
Verkehrsplan
HVV 1968
(25.5.68)
Verkehrsplan
HVV 1968
(29.9.68)
Verkehrsplan
HVV 1969
(1.6.69)
Verkehrsplan
HVV 1969
(28.9.69)
Verkehrsplan
HVV 1970
(27.9.70)
Verkehrsplan
HVV 1970
(31.5.70)
Verkehrsplan
HVV 1971
(27.5.71)
Verkehrslinienplan
HVV 1971/72
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1972
Sommer
Verkehrslinienplan
HVV 1972/73
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1973 Sommer Verkehrslinienplan

Scan:
Titelbild
HVV 1973/74
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1974
Sommer
Verkehrslinienplan
HVV 1974/75
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1975
Sommer
Verkehrslinienplan
HVV 1975/76
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1976
Sommer
Verkehrslinienplan
HVV 1976/77
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1977
Sommer
Verkehrslinienplan
HVV 1977/78
Winter
Verkehrslinienplan
HVV 1978
Sommer
Verkehrsnetzplan
HVV 1978/79
Winter
Verkehrsnetzplan
HVV 1979
APRIL
Verkehrsnetzplan
1. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1980
SEPTEMBER
Verkehrsnetzplan
2. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1981
MAI
Verkehrsnetzplan
3. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1981 SEPTEMBER Verkehrsnetzplan
3. Aufl. m. Straßenverzeichn.

Scan:
Titelbild
HVV 1982
MAI
Verkehrsnetzplan
4. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1983
MAI
Verkehrsnetzplan
5. Aufl.
HVV 1983
SEPTEMBER
Verkehrsnetzplanplan
06. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1984
AUGUST
Verkehrsnetzplanplan
08. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1984
AUGUST
Verkehrsnetzplanplan
07. Aufl.
HVV 1985
(2.6.85)
Verkehrsnetzplanplan
09. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1986
JUNI
Verkehrsnetzplanplan
10. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1987
MAI
Verkehrsnetzplanplan
11. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1988
MAI
Verkehrsnetzplanplan
12. Aufl. m. Straßenverzeichn.
HVV 1997 MAI Verkehrsnetzplanplan
1. Aufl. (neuer HVV) m. Straßenverzeichn.

Scan:
Titelbild

10.08.2007

Trolleybusse

Wagen 331

Im südlich der Elbe gelegenen Stadtteil Harburg (erst seit 1937 zum Territorium der Hansestadt gehörend) sollten bereits vor dem Kriege die Straßenbahnlinien auf O-Bus umgestellt werden. Erst 1949 konnte jedoch die erste Strecke (OL”o2″ nach Bostelbek, ab 1957 OL41) in Betrieb genommen werden. 1950 folgte die OL”o4″ nach Eißendorf, die ab 1954 durchgehend mit der neuen Strecke nach Fleestedt (OL43) betrieben wurde. Bereits 1956 wurde jedoch die OL41 auf Dieselbus umgestellt und auch die noch fast nagelneuen Doppeldecker auf der OL43 fuhren nur noch bis 1958. Der O-Bus hatte somit in Hamburg, wie auch in vielen anderen deutschen Städten, leider nur ein sehr kurzes Gastspiel. Die nach Baden-Baden verkauften Wagen fuhren dort bis 1971 und Erfurt trennte sich bereits bis 1965 von den ehemaligen DD-Wagen. Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt den Wagen 331 of OL43 vor der Phoenix in Hannoverschen Straße (Aufnahme Helmut Ebert, 28.12.1953).

  • Wagenpark Obus (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Wagenparkliste)

Noch mehr “Hamburger Obusse”: Von 1911-1915 verkehrte im damalig preussischen Blankenese eine “gleislose” Bahn” vom Bahnhof zur Marienhöhe. 2 Fahrzeuge waren vorhanden, gebaut von der Fa. Ges. für gleislose Bahnen Max Schiemann & Co., Wurzen (Sachsen). Bis heute ist nicht bekannt, wo sich das Depot befunden hat. Das Foto stammt aus der Sammlung Allen Morrison (Lokation & Datum nicht bekannt).Wagen Blankenese 2

10.08.2007

Alsterschiffahrt

“Falke”<p>

Die Hamburger Hochbahn AG übernahm 1920 den Betrieb der berühmten Alster”dampfer”. Von 1922-34 lag die Betriebsführung allerdings bei der Reederei Lütgens & Reimers. Erst seit 1935 ist die Schiffahrt wieder bei der HHA. Seit 1984 kann man die “Dampfer” leider nicht mehr mit einem HVV-Fahrschein benutzen, sie fahren seit diesem Zeitpunkt nur im planmäßigen “Ausflugsverkehr”. Wir wollen hier nur die durch die HHA benutzen Schiffe aufführen (zu den 1919 übernommenen Schiffen liegen und derzeit leider noch keine Informationen vor). Folgende Reedereien gab es: Alster-Dampfsch.-Ges. (ADG), G. A. Droege, J. E. Justus, Lütgens & Reimers (Lütgens), J. H. bzw. J. P. Parrau, J. D. Rambke, Vereinigte Alsterschiffer (Vereinigte), Otto Wichmann. Die HHA-Schiffe sind durch das von Hochbahn in den Jahren 1912-32 verwendete Schwanenlogo gekennzeichnet (es gab davon verschiedene Versionen). Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt das Schiff “Falker” am Anleger Kuhmühle (Aufnahme Hamburger Hochbahn, 1902).

Hier ein Poster und eine Linienkarte der “Alsterrundfahrt” von 1959 (einfach auf eine der beiden Grafiken klicken):
Linienkarte Alsterschiffahrt 1959Poster 1959

  • Alsterdampfer (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Schiffsliste)

10.08.2007

Omibusse

Foto Bus 122

Die Hochbahn betreibt seit 1921 Kraftomnibusverkehr. Die deutschen Standardbusse VÖV I und VÖV II wurden von der Tochtergesellschaft FFG entscheident mitentwickelt. In den letzten Jahrzehnten hat sich für den Wagenpark folgende Wagennummernsystematik durchgesetzt: 1XXX – 2XXX = 2x Stadtbusse, 6XXX = 2x Schnellbusse, 7XXX = Gelenkbusse. Die zweite Ziffer gibt i.d.R. die Beschaffungsperiode an (0, 1, 2, 3…9, dann wieder 0) in der die Fahrzeuge bestellt wurden oder in der die Gelder dafür bewilligt wurden. Das Auslieferungsjahr fällt dabei meist in das nächste Jahr. Schwierig (für die Einhaltung der korrekten Ziffer bei der Beschaffungsperiode) wird es immer dann, wenn mehr als 99 Wagen gekauft werden. Fotos und die noch fehlenden Neufahrzeuge folgen noch. Das obige Foto zeigt den Wagen 122 in Bahrenfeld (Aufnahme Helmut Ebert, 2.10.1949).

07.08.2007

Pferde”bahnen”

Wagen 261

Im September/Oktober 1947 gab es im Museum für Hamburgische Geschichte eine Ausstellung mit dem Thema “Hamburgs Omnibusse und Pferdebahnen”. Den Text der dazu herausgegebenen Broschüre geben wir hier wieder (allerdings leicht überarbeitet – die verwendeten alten Schreibweisen haben wir nicht geändert). Das Foto zeigt den Pferdebahn-Bw “261″ (hierbei handelt es sich allerdings um den Bw 84 Baujahr 1892 der ÜSTRA, den sich die HHA zum 60. Straßenbahnjubiläum aus Hannover ausgeliehen hatte) angemalt als Wagen der SEG beschildert mit “Rathausmarkt – Eimsbüttel” im Freigelände der Hauptwerkstatt Falkenried (Aufnahme Hamburger Hochbahn, 1954). Wie schade, daß die Hochbahn nach dem Krieg alle eigenen aufbewahrten Schätze verschrottet hat.

 Die Schau “Mit Omnibus und Pferdebahn durch unser altes Hamburg” versetzt uns zurück in eine Zeit, da die Motoren dem Verkehrswesen noch nicht zu Diensten standen, sondern das Pferd das Straßenbild beherrschte. Ueber 100 Jahre sind vergangen, seit die ersten Omnibus – Linien Hamburgs Straßen durchzogen, und es wird sich heute wohl kaum jemand Gedanken darüber machen, daß diese Linien “international” waren, fuhren sie doch Von Hamburg nach dem damals noch dänischen Altona. Auch die Verbindungsmöglichkeiten waren noch sehr begrenzt, da zunächst nur durch das Millernthor, Dammthor und Steinthor die Straßen nach den ländlichen Siedlungen Eimsbüttel, Barmbeck, Hamm und Horn führten. Diese Straßen würde man heute bestenfalls als Sommerwege bezeichnen, und die Benutzung bedeutete kein reines Vergnügen. Wenn die Omnibusse im Winter bei Schnee vierspännig gefahren werden mußten, so hatte das zwangsläufig eine 50%ige Verkehrseinschränkung zur Folge, und die Außenstrecken (Horn, Lokstedt) wurden überhaupt nicht bedient. Dieses wiederum war damals nicht so schwerwiegend, denn einen Berufsverkehr im heutigen Sinne gab es nicht. Wer in Hamburg beschäftigt war, wohnte auch innerhalb der Tore, oder höchstens noch in St. Georg oder St. Pauli. Die Entwicklung der Vororte zu Hamburgs Wohngebieten zeichnet sich erst seit 1875 ab, und auf einen Berufsverkehr stellen sich die Pferdebahnen erst in den 90er Jahren durch die Einlegung von Arbeiterfrühwagen ein; bis, dahin war der Betriebsbeginn zwischen 7 und 8 Uhr morgens, während die Arbeitszeit in den Betrieben um 6 Uhr begann (lediglich die Alsterdampfer machten eine Ausnahme, seit 1888 begannen sie ihre Fahrten um 5 Uhr und beförderten die Arbeiter für 5 Pfg. in die Stadt).

Solange dienten die Bahnen also hauptsächlich dem allgemeinen Geschäfts- und Vergnügungsverkehr. Frühwagen zu Pfingsten gab es auch schon, aber wenn diese Wagen heute die Ausflügler aus den Außenbezirken zu den Bahnhöfen befördern, so war es damals umgekehrt, sie brachten nämlich die Menschen aus der Innenstadt in die Vororte, und zwar hauptsächlich nach Wandsbek, Hoheluft und Eimsbüttel. Sehr kompliziert war auch das Tarifwesen bis 1880. Es gab nicht nur Zahlgrenzen, sondern im Wagen war es auch noch teurer als auf den Decksitzen oder auf dem Perron, außerdem lag der Tarif der Früh- und Nachtwagen höher als am Tage. Auch hier wieder bestanden Unterschiede, je nachdem wie früh oder spät der Wagen fuhr.

Wie sich nun die Verkehrslinien im Laufe dieser Jahre entwickelt haben, und das Netz der Linien mit der Stadt gewachsen ist, soll in großen Zügen diese Schau vermitteln. Die vielen Bilder zeigen nicht nur unsere Verkehrsmittel im vorigen Jahrhundert, sondern die Künstler haben auch mit unendlicher Liebe und Genauigkeit das Leben und Treiben im damaligen Hamburg festgehalten, das, so sorglos alles aussieht, doch auch seine Sorgen und Nöte gehabt hat.

Basson & Co., (eingetragen beim Handelsgericht am 29. 10. 1839) / Anfang April 1866 Umwandlung der Firma in die Basson’sche Omnibus Actien=Gesellschaft (B. 0. A. G)

1. Altona Palmaille – Hamburg Schweinemarkt (Konzesionserteilung am 22. 8. 1839, betrieben vom 31. 10. 1839 – 6. 5. 1890)

Die Linienführung blieb während dieser Zeit die gleiche, lediglich die Endpunkte waren geringfügigen Aenderungen unterworfen; so wurde die Linie am 1. 11. 1888 noch bis zum Lübschenbaum verlängert.

  • Linienführung bei Betriebseröffnung: Schweinemarkt Ecke Steinstraße – Speersort – Bergstraße – Alter Jungfernstieg – Neuerwall – Alter und Neuer Steinweg – Millernthor – Hamburger Berg nach Altona und zwar durch die Reichenstraße – Grund – Prinzenstraße – Mühlenstraße – bis zum Anfang der Palmaille dem Theater gegenüber.

2. Hamburg Ness – Horn Letzter Heller (siehe auch J. A. Jahns, betrieben vom 28. 6. 1840 – 1. 11. 1880)

  • Linienführung: Ness – Gr. Reichenstraße – Fischmarkt – Domstraße – Speersort – Steinstraße – Steinthor – Große Allee – Borgfelderstraße – Hammerlandstraße – Hornerlandstraße bis Letzter Heller. Der Endpunkt in der Stadt wurde im Laufe der Jahre mehrfach verändert.

3. Hamburg Bergstraße – Wandsbek Marktplatz (siehe auch E. Petersen, betrieben vom 27. 9. 1840 – 30. 4. 1876)

  • Linienführung: Bergstraße – Speersort – Steinstraße – Steinthor – Steindamm – Lübeckerthor – Lübeckerstraße – Wandsbeckerchaussee – Wandsbek Marktplatz bei Herrn Ahlers. Die Endpunkte wurden im Lauf e der Jahre mehrfach verändert.

4. Hamburg bzw. Altona – Blankenese, “La Dame blanche” Betrieben in den Sommermonaten von 1843 – 1856, erwähnt wird diese Linie bereits seit 1840 unter Hamburg – Blankeneser – Omnibus – Compagnie. Schon im Sommer 1835 verkehrte zwischen Altona (Elbbrücke) und Blankenese zweimal täglich ein Omnibus (eine neue elegante und sehr bequeme Kutsche). Endpunkte in Hamburg waren: Gänsemarkt, Poggenmühle, Jungfernstieg, immer gehalten wurde bei der Constantinsbrücke im Neuenwall. In Blankenese war Auer’s Gasthof Endstation.

5. Hamburg Neß – Eimsbüttel, abwechselnd durchs Holsten – und Millernthor (betrieben vom 31. 5. 1868 – 23. 10. 1880 bzw. 18. 10. 1882)

  • Linienführung: Neß beim Kaisershof – Börse – Bleichenbrücke – Große Bleichen – Wexstraße – Großneurnarkt – Neuer Steinweg – Millernthor – Eimsbütteler Straße – Neuer Pferdemarkt – Schulterblatt – Schmidts Tivoli – Belle Alliance – Eimsbütteler Chaussee bis an die Ecke von Heußweg, bzw. ab Großneumarkt über Thielbeck – Kohlhöfen – Poolstraße – Holstenthor – Feldstraße – Neuer Pferdemarkt und weiter wie oben. Ab 6. 7. 1873 Aenderung der Linienführung der Millernthor – Linie: Osterstraße – Eppendorfer Weg – Eimsbüttelerchaussee usw.

6. Harburger Bahnhof – Dammthor Bahnhof – Eimsbüttel (betrieben vom 15. 10. 1872 bis 5. 7. 1873)

  • Linienführung: Harburger (Venloer) Bahnhof – Meyerstraße – St. Annen – Kl. Bauhof – 2. und 1. Brandstwiete – Fischmarkt – Große Reichenstraße – Neß – Adolphsplatz – Alterwall – Reesendamm – Alter Jungfernstieg – Gänsemarkt – Dammthorstraße – Dammthor Bahnhof, ab 20. 11. 1872 verlängert durchs Dammthor – Grindelallee – An der Verbindungsbahn – Schröderstiftstraße – Schäferkampsallee – Fruchtallee – Eppendorfer Weg – Osterstraße bis Ecke Heußweg. Nach Stillegung dieser Linie wird der Eimsbütteler Zweig von der Eimsbüttel – Millernthor Linie übernommen, siehe unter 5.

7. Lübeckerthor – Altona Holstenstraße/Allee (betrieben seit 1. 11. 1872)

  • Linienführung: Lübeckerthor – Lohmühlenstraße – Brunnenstraße – Bleicherstraße – Langereihe – Ernst – Merck – Straße – Georgsplatz – Rosenstraße – Alsterthor – Alsterdamm – Reesendamm – Alterwall – Bleichenbrücke – Große Bleichen – Wexstraße – Neuer Steinweg – Millernthor – Eimsbütteler Straße – Kieler Straße – Hummelthor – Große Rosenstraße – Holstenstraße bis zur Allee. Im September 1876 verkehrte versuchsweise eine Anschluß- Linie von der Holstenstraße über die Kieler Chaussee bis zur Friedenseiche in Stellingen, die sich aber nicht lohnte und wieder eingestellt wurde.

Ab 1. 4. 1877 übernimmt die Linie von der Linie Altona Gr. Bergstraße, die Endstation Kuhmühle, es fährt jeder zweite Wagen über Barcastraße – Graumannsweg bis zur Kuhmühle. Ab 12. 5. 1883 wird diese Linie in zwei Teilen betrieben: a) Mönkedamm – Kuhmühle, ab 1. 6. 1883 verlängert über Güntherstraße bis Lübschenbaum, b) Adolphsplatz – Altona Holstenstraße. Im April 1887 wird die Linienführung in Altona geändert, und zwar: Holstenstraße – Norderreihe – Jägerstraße – Kieler Straße usw. Betrieb eingestellt am 22. 12. 1888. Die Linie Lübscherbaum – Mönkedamm wird am 1. 11. 1888 mit der alten Stammlinie Hamburg Rathausmarkt – Altona Palmaille zu einer Linie verschmolzen, die noch bis zum 6. 5. 1890 verkehrte.

8. Altona Allee Ecke Marktstraße – Große Bergstraße Schweinemarkt (betrieben vom 1. 2. 1875 bis 31. 3. 1877)

  • Linienführung: Ab Schweinemarkt wie die Stammlinie bis Nobisthor, dann über Reichenstraße – Große Bergstraße – Allee bis Ecke der Marktstraße. Ab 15. 4. 1875 Verlängerung der Linie bis Lübeckerthor, und zwar ab Millernthor auf dem Wege der Linie Holstenstraße – Lübeckerthor. Anfang 1876 wird die Endhaltestelle vom Lübeckerthor nach der Kuhmühle verlegt, seitdem Linienführung über Graumannsweg – Barcastraße – Langereihe, weiter wie bisher. Bereits seit dem 26. 11. 1874 wurde versuchsweise von der Altonaer Stammlinie halbstündlich ein Wagen durch die Große Bergstraße geleitet.

9. Hamburg Adolphsplatz – Rothenburgsort Wasserturm (betrieben vom 20. 4. 1875 – Ende Oktober 1880)

  • Linienführung: Von Rothenburgsort Wasserturm teilweise über den Billwärder Neuendeich, teilweise über Billhorner Röhrendamm – Banksstraße – Deichthorstraße – Meßberg – Hopfensack – Kleine Reichenstraße – Kleine Bäckerstraße – Dornbusch – Große Bäckerstraße – Adolphsplatz, rückkehrend: Adolphsplatz – Große Johannisstraße – Rathausmarkt – Rathausstraße – Speersort – Steinstraße – Johanniskloster – Banksstraße usw.

10. St. Georg – St. Pauli (betrieben von Mitte des Jahres 1876 bis 31. 10. 1876)

  • Linienführung: Steinthorplatz (Schadendorfs Hotel) – Rathausmarkt – Großer Burstah – Millernthor – Reeperbahn Ecke Heinestraße.

Die Journalière von Hamm und Horn. J. A. Jahns (betrieben vom 27. 7. 1835 – 31. 7. 1844)

  • Linienführung: Hamburg vom Berge (bei der Petrikirche) Speersort – Steinstraße – Schweinemarkt – Steinthor – Große Allee – Berlinerthor – Hammer – und Hornerlandstraße bis zum Letzten Heller.

Seit 20. 10. 1840 wird morgens auch zweimal von Schiffbeck gefahren, zeitweilig fährt auch eine Fahrt den Hämmer Kirchenberg hinauf – oben durch Hamm und dann durch die Schwarzestraße, Sonntags wird bis Billwärderhude und St. Annenhof (Billwärder) gefahren. 1844 verkauft Jahns seine Linie an Basson Co. und beschränkt sich auf die Fracht – und Postbeförderung zwischen Hamburg “und Horn. Er betreibt dann aber noch (jetzt täglich) eine Anschluß – Omnibus – Linie vom Letzten Heller nach Billwärder, die vermutlich mit seinem Tode 1849 eingegangen ist. Außerdem betrieb er seit dem 8. 3. 1842 die Journalière vom Billwärder – Neuendeich. Vom Meßberg, Bauhof Nr. 5 über den Billwärder Neuendeich nach Rothenburgsort bis zur Gänseweide. Vom 23. 5. 1842 bis zum 25. 10. 1842 mußte die Linie wegen des Schleusenbaus bei Brandshof wieder stillgelegt werden. Ab 26. 10. 1842 begannen die Fahrten in Hamburg vom Berge und wurden am 30. 11. 1842 für die Dauer des Winters wieder eingestellt. Seit 1844 wird das ganze Jahr gefahren, vermutlich 1849 ist die Linie wieder eingegangen.

Der Wandsbecker Personenwagen / Besitzer: E. Petersen, später: E. Petersen & Co. (betrieben vom 19. 4. 1840 – 27. 5. 1842)

Dann Betriebsgemeinschaft mit Basson & Co. , bzw. der Basson’schen Omnibus A. – G. bis zum 30. Juni 1868. An diesem Tage übernahm die B. 0. A. G. den Petersenschen Anteil der Wandsbecker Linie käuflich.

  • Linienführung: Wandsbek, vom Hause des Herrn Linstant – Wandsbeckerchaussee – Lübeckerthor – Steindamm – Steinthor – Steinstraße – Speersort.

Die zweite Omnibus=Linie

Schon 1840 als reines Omnibus – Unternehmen aufgezogen, krankte stets an den unrentablen Linien außerhalb des Dammthors und wechselte daher häufig die Inhaber.

1. Altona Holzhafen – Hamburg Neuer Börsenplatz (betrieben vom 15. 12. 1839 – 30. 4. 1854 und vom 24. 6. 1859 – Ende 1873)

  • Linienführung: Hamburg neuer Börsenplatz (Adolphsplatz) – Mühlenbrücke – Großer Burstah – Graskellerbrücke – Admiralitätstraße – Pulverturmsbrücke – Herrengraben – bei der kleinen und großen Michaeliskirche – Mühlenstraße – Zeughausmarkt – Millernthor – Bernhardstraße – Pinnasberg – Altona Große Elbstraße bis Holzhafen Nr. 6. Dieser Linie gelingt es nicht, sich gegen die Konkurrenz der 1. und 3. Linie, deren Linienführung bedeutend günstiger sind, zu behaupten. Schon ab 1841 macht sie nur noch mittags einige wenige Fahrten nach ‘ und von der Börse, worauf ihr Name “Börsenlinie” beruht.

2. Hamburg – Hoheluft

Vorläufer: Bereits im Sommer 1835 ließ der Besitzer des Lokals “Museum” in Lockstedt seinen Wagen täglich dreimal nach dem Gänsemarkt fahren. Ab 16. 6. 1840 fährt morgens ein Wagen von der Esplanade zum Grenzhaus Hoheluft und zurück zum Jungfernstieg. Linienbetrieb vom 3. 7. 1840 – Mai 1870 (?) (Eröffnung der Pferdebahn).

  • Linienführung: Jungfernstieg Ecke Neuerwall – Gänsemarkt – Dammthor – Grindelallee – Grindelberg – Grenzhaus Hoheluft. Zunächst drei – bis viermal täglich nur während der Sommermonate, seit 1845 wird das ganze Jahr gefahren, und ab 20. 4. 1845 werden die Fahrten bis Lockstedt ausgedehnt, bei hohem Schnee fallen die Fahrten aus.

3. Hamburg – Eimsbüttel (betrieben vom 19. 7. 1840 bis 31. 5. 1868)

  • Linienführung: Jungfernstieg Ecke Neuerwall- Gänsemarkt – Dammthor – Grindelallee – Schlump – Schäferkampsallee – Fruchtallee – Eimsbütteler Chaussee – Heußweg bis Heußhof. Endpunkte und Linienführung sind im Laufe der Jahre starken Veränderungen unterworfen. Betrieben wurde die Linie zunächst nur während der Sommermonate, erst 1844 ganzjähriger Betrieb (im Winter 3, im Sommer 5 bis 6 Fahrten täglich).

4. Hamburg – Eppendorf – (Groß – Borstel)

Seit dem 1. Juni 1835 fährt während der Sommermonate die “Stage – Coach” täglich einmal morgens nach Eppendorf und zurück. Linienbetrieb vom 21. 10. 1840 – 28. 10. 1880. Nach Pöseldorf fuhr seit dem 24. 6. 1840 täglich ein Wagen morgens, diese Linie wird seit dem 30. 10. 1840 von obiger Linie mitbetrieben und die Fahrten im Sommer 1842 bis Eppendorf ausgedehnt, seitdem fährt diese Linie abwechselnd über Pöseldorf und Rotherbaum, der Pöseldorfer Zweig wird in den späteren Jahren die Hauptlinie. Groß Borstel wird schon 1840 mit einer täglichen Fahrt bedient, die aber wegen Unrentabilität wieder eingestellt wird, 1842 und 1843 wird der Versuch wiederholt. Erst seit dem 7. 8. 1858 werden wieder zwei Fahrten täglich bis nach Groß Borstel ausgedehnt.

  • Linienführung: Jungfernstieg Ecke Neuerwall – Gänsemarkt – Dammthor – Rotherbaumchaussee bzw. Mittelweg – Schultzweg – Eppendorfer Chaussee – Eppendorfer Landstraße bis zur Mühle (Vogt Timmermann). Der Endpunkt in Hamburg ist im Laufe der Jahre mehrfach verändert worden.

5. Hamburg – Eimsbüttel durchs Millernthor (betrieben seit dem 13. 7. 1862)

  • Linienführung: Bergstraße – Jungfernstieg – Valentinskamp – Poolstraße – Kohlhöfen – Großneumarkt – Neuer Steinweg – Millernthor – Eimsbütteler Straße – Neuer Pferdemarkt – Neue Rosenstraße – Bartelstraße – Chausseehaus. Ab 1. 9. 1865 Aenderung der Linienführung: vom Valentinskamp durch das Holstenthor – Feldstraße – Neuer Kamp – Neuer Pferdemarkt und weiter wie oben. Ab 31. 5. 1868 wird die Linie in Gemeinschaft mit der Basson’schen Omnibus A. – G. betrieben, siehe daselbst.

6. Kaisershof bzw. Dornbusch – Zollvereinsniederlage (betrieben vom 12. 7. 1871)

  • Linienführung: Kaisershof – Börse – Bleichenbrücke – Große Bleichen – Wexstraße – Kohlhöfen – Holstenthor – Carolinenstraße – Zollvereinsniederlage. Ab 6. 9. 1871 verlängert durch den 2. Durchschnitt bis Grindelallee Ecke Grindelhof. 1873 wird der Kaisershof abgebrochen und die Endstation nach dem Dornbusch verlegt. Ab 1. 9. 1875 an Werktagen verlängert durch den Grindelhof bis zur Hochallee. Es ist nicht bekannt, ob diese Linie noch verkehrte, als die Linie Alterwall – Schäferkamp ihre Fahrten aufnahm (siehe unter Nr. 7).

7. Alterwall – Schäferkamp (betrieben vom 7. 5. 1878 – 1882)

  • Linienführung: Alterwall – Jungfernstieg – Gänsemarkt Valentinskamp – Holstenthor – Carolinenstraße – 2. Durchschnitt – Grindelallee Schäferkamp. Ab 2. 10. 1878 Aenderung der Linienführung: von der Carolinenstraße jetzt über Schröderstiftstraße – Schäferkampsallee bis Fruchtallee.

8. St. Pauli – Rotherbaum (betrieben vom 13. 8. 1878)

  • Linienführung: St. Pauli Heinestraße – Thalstraße – Kieler Straße – Jägerstraße – Paulinenstraße – Eimsbütteler Straße – Neuer Pferdemarkt – Neue Rosenstraße – Bartelstraße – Schlump – Hallerstraße.

9. Rathausmarkt – Eimsbüttel (betrieben vom 6. 10. 1878)

  • Linienführung: Rathausmarkt – Reesendamm – Jungfernstieg – Gänsemarkt – Valentinskamp – Holstenthor – Feldstraße – Neuer Kamp – Neuer Pferdemarkt – Schulterblatt – Eimsbütteler Straße Ecke Heinrichstraße.

10. Anschlußlinie Eppendorf Zollhaus – Ohlsdorf Friedhof über Alsterkrugchaussee (betrieben vom 18. 2. – 1880 – 28. 10. 1880)

Die dritte Omnibus=Linie (betrieben vom 22. 12. 1839 bis 27. 3. 1879)

Gegründet und während der Zeit ihres Bestehens betrieben in Betriebsgemeinschaft verschiedener Einzelunternehmer.

  • Linienführung: Hamburg – Schweinemarkt – Spitalerstraße – Pferdemarkt – Alsterthor – Zuchthausstraße – Alter Jungfernstieg – Gänsemarkt – ABCstraße – Neustraße – Kohlhöfen – Marienstraße – Hütten – Zeughausmarkt – Millernthor – Reeperbahn – Nobisthor – Grund – Königstraße – Palmaillenstraße – Palmaille – Ottensener Kirche.

Omnibus nach Barmbeck und Uhlenhorst (betrieben vom Frühjahr 1841 – 22. 9. 1867)

Gegründet wird dieses Unternehmen durch Schultz & Kröger. Kröger scheidet im November 1843 aus und M. Erling tritt in das Unternehmen mit ein, aber auch nur bis 1846. Seitdem ist F. E. Schultz Alleininhaber, der das Geschäft im September 1860 seinem Sohne G. T. H. Schultz überträgt. Nach Eröffnung der Pferdebahn nach Barmbeck verkauft er die Linie an die Pferdeeisenbahn Ges. und übernimmt dann das Uhlenhorster Fährhaus. F . E. Schultz betrieb auch den Uhlenhorster Omnibus. Die Uhlenhorster Grundbesitzer mußten ihm freilich einen Zuschuß bei Unrentabilität garantieren. Am 10. 12. 1858 übergibt er die Linie seinem Sohne J. F. H. Schultz, der sie am 8. 9. 1862 an seinen Bruder G. T. H. Schultz weitergibt.

  • Linienführung: Bergstraße – Speersort – Steinstr. – Schweinemarkt – Steinthor – Steindamm – Lübecker Thor – Mühlendamm – Kuhmühle – Schürbeck – Hamburger Straße – Am Markt.

Betrieben vom 1. 4. 1857 – 22. 8. 1863

  • Linienführung: Uhlenhorster Fährhaus – Schöne Aussicht – Walhalla – Uhlenhorster Weg – Kuhmühle – Mühlendamm – Lübecker Thor – Steindamm – Steinthor – Schweinemarkt – Steinstraße – Speersort. Mit Eröffnung der Fahrstraße durch das Ferdinandsthor Aenderung der Linienführung: ab 16. 12. 1858: Uhlenhorster Fährhaus – Schöne Aussicht – Neuerweg – Lohmühlenpforte – An der Alster – Ferdinandthor – Alsterdamm – Bergstraße – Hermannstraße – Rathausmarkt – Große Johannisstraße Ecke Mühlenbrücke. 1. 6. 1860 Aenderung der Linienführung auf der Uhlenhorst: Fährhaus – Fährstraße – Adolphstraße – Kurze Bleicherstraße – Hofweg – Uhlenhorster Weg – Schöne Aussicht – Neuerweg usw. Ab 3. 11. 1860 vom Fährhaus über Schöne Aussicht – Auguststraße – Kurze Bleicherstraße usw. Gegen Uebernahme der Garantie für eine Mindest – Einnahme durch die Bewohner der Uhlenhorst erklärt sich der Fuhrunternehmer Schlüter bereit, die Linie während der Wintermonate weiterzubetreiben. Aber schon im Januar 1865 geht die Linie endgültig ein.

Omnibus – Linie Hamburg=Harburg über Wilhelmsburg (betrieben vom 12. 1. 1853 – Anfang Dezember 1872)

Gemeinschaftlich betrieben von J. A. Schlüter, Hamburg, und E. Dieckmann & Co. , Harburg, als Zubringerlinie für die Reisenden” die die von Harburg abgehenden Züge benutzen wollten.

Die Linie begann in Hamburg, Bei der Petrikirche Nr. 2, und fuhr in Harburg zum Bahnhof. Im ersten Jahre ihres Bestehens (12. 1. 1853 – 12. 1. 1854) beförderte sie bereits 24523 Personen.

Omnibus=Linie zwischen Altona und Blankenese / J. C. Brandenburg

Abfahrtstelle in Altona: Palmaille, beim Schauspielhaus. Abfahrtstelle in Blankenese: oberhalb des Fährhauses bei der Witwe Temme.

Betrieben vom 4. 6. 1854 – 22. 7. 1864. 1857 und 1858 fanden auch zwei Fahrten täglich nach Wedel statt. 1864 übernimmt der Fuhrmann A. C. Köbcke, der auch seit 1856 zweimal täglich nach Blankenese fuhr, die Linie von Brandenburg, der sie bis 1877 betrieb.

Omnibus=Linie nach Rothenburgsort / (Vorläufer siehe bei J. A. Jahns) (betrieben seit dem 21. 5. 1857)

  • Linienführung: Rathausmarkt – Bergstraße – Speersort – Steinstraße – Wall – aus dem Deichthor – Banksstraße – Brandshofer Schleuse – Billwärder Neuendeich – Rothenburgsort Stadtwasserkunst. Seit Mitte 1869 gehen auch einige Fahrten über den Billhorner Röhrendamm. Die Linie wird sehr unregelmäßig betrieben und wechselt häufig die Besitzer. Im Winter 1860 werden die Fahrgäste im offenen Schlitten befördert. Ab 20. 4. 1875 geht die Linie in den Besitz der Basson’schen Omnibus A. – G. über.

Ed. Tavernier (zeitweilig Mitinhaber der 3. – Linie)

1. Altona Elbstraße – Hamburg Fischmarkt – Klosterthor (betrieben von Anfang Juli 1873 – 22. 9. 1881)

  • Linienführung: Altona Große Elbstraße (Quäkerberg) – Fischmarkt – Kleine Elbstraße – Pinnasberg – Hafenstraße – Hafenthor – Eichholz – Schaarmarkt – Brauerknechtsgraben – Stubbenhuk – Schaarthor – Admiralitätstraße – Graskeller – Großer Burstah – Mühlenbrücke – Neß – Große Reichenstraße – Fischmarkt, am 28. 2. 1875 verlängert über Kleine Reichenstraße – Hopfensack – Winserbrücke – Bauhof – 1. Klosterstraße – Bergedorfer Straße – Bahnhofstraße – Klosterthor. 1876: Aenderung der Linienführung: vom Hafenthor über Vorsetzen – Baumwall – Steinhöft nach der Admiralitätstraße.

2. Sonntags-Linie Altona – Teufelsbrück (betrieben vom 13. 5. 1877 – ????)

Endpunkt in Altona war Klopstockstraße beim Hauptzollamt. In den Jahren 1852/53 wurde diese Linie schon einmal durch F. Paulsmeier, Mitinhaber der 3. Linie, betrieben.

3. Altonaer Ringlinie (betrieben vom 15. 7. 1878 – 17. 8. 1878)

  • Linienführung: Altona Rathaus .- Kleine Freiheit – Brunnenstraße – Adolphstraße – Schulterblatt – Belle Alliance – Hamburger Straße – Allee – Holstenstraße – Gählersplatz – Große Johannisstraße – Kleine Bergstraße – Altona Rathaus.

Omnibus- Linien von C. H. Soltau, C. H. Hopf Nachf. / am 1. 7. 1883 umgewandelt in: Omnibus=Aktien=Gesellschaft vorm. Soltau

1. Graskeller – Uhlenhorst (betrieben vom 22. 5. 1875 – 30. 4. 1876)

  • Linienführung: Graskeller Ecke Altenwallbrücke – Alterwall – Reesendamm – Alsterdamm – An der Alster – Mundsburgerbrücke – Papenhuder Straße – Uhlenhorster Weg – 1. und 2. Adolphstraße – Hofweg bis Ecke Körnerstraße.

2. Hohenfelde – Graskeller – Zeughausmarkt (betrieben vom 1. 3. 1876 bis 30. 4. 1890)

  • Linienführung: Lübecker Straße – Lübecker Thor – Steindamm – Steinthorplatz – Steinthor – Schweinemarkt – Steinstraße – Speersort – Rathausmarkt – Große Johannisstraße – Mühlenbrücke – Großer Burstah – Graskeller. Seit Mai 1883 Endhaltestelle Rödingsmarkt. Am 5. 3. 1886 Verlängerung der Linie bis Zeughausmarkt, und zwar für beide Richtungen über Heiligengeistbrücke – Michaelisstraße – Mühlenstraße. Der Volksmund nannte die Wagen dieser Linie wegen des rot=weiß gestreiften Anstrichs “Badehosen’!

Omnibus=Linie von T. Olffen (betrieben vom 13. 8. 1878 bis 1882)

  • Linienführung: Fischmarkt – Kleine Reichenstraße – Meßberg – Bahnhofsplatz – Spaldingstraße – Heidenkampsweg bis zur Süderstraße. Nach Fertigstellung der Anckelmannstraße Aenderung der Linienführung: Ab 1. 1. 1879 vom Rathausmarkt über Spaldingstraße – Anckelmannstraße – Borgfelder Straße bis zum Hammerbaum. Am 1. 7. 1879 wird eine weitere Omnibus- Linie errichtet vom Rathausmarkt über Amsinckstraße – Grünerdeich – Bullerdeich – Hammerdeich bis zum Borstelmannsweg. (Besitzer und Betriebsdauer unbekannt.)

Omnibus-Linie von W. Grund, Hamburg=Ohlsdorf (betrieben vom 6. 7. 1879 vermutlich bis zur Eröffnung der Pferdebahn nach Ohlsdorf)

Fahrpreise: Einfache Fahrt 60 Pfg., hin und zurück 1,- – Mark, halbe Tour: vom Schweinemarkt bzw. Ohlsdorf bis oder ab Winterhuder Brücke 30 Pfg. Fahrzeit Schweinemarkt – Ohlsdorf 75 Minuten.

  • Linienführung: Schweinemarkt Nr. 9 (Stadt Lübeck) – Glockengießerwall – Lombardsbrücke – Dammthor – Mittelweg – Eppendorfer Landstraße – Winterhuder Brücke – Alsterdorfer Straße – Friedhof Ohlsdorf.

Pferdeeisenbahn=Gesellschaft in Hamburg

1. Hamburg Rathausmarkt – Wandsbek Zollamt (in Betrieb seit 16. 8. 1866)

  • Linienführung: über Hermannstraße – Ferdinandstraße – Glockengießerwall – Steinthorbrücke – Steindamm – Lübeckerthor – Lübeckerstraße – Wandsbekerchaussee – in Wandsbek: Hamburgerstraße – Lübeckerstraße.

Zweiglinien:

a) zum Bahnhof Wandsbek (in Betrieb seit 24. 10. 1866) – Linienführung: in Wandsbek von der Lübeckerstraße abzweigend durch die Marktstraße, die Schloß- und Rennbahnstraße kreuzend bis zum Bahnhof Wandsbek.

b) nach Groß Jüthorn (in Betrieb seit 18. 12.- 1869) – Linienführung: am Wandsbeker Marktplatz bei der Goethestraße abzweigend durch diese und die Jüthornstraße bis Groß Jüthorn.

c) zum Hotel Marienthal (betrieben vom 1. 5. 1874 – 27. 12. 1922) – Linienführung: zunächst im Zuge der Groß Jüthorner Linie bis zur Jüthornstraße, dann durch die 2. Marienstraße – 2. Lindenstraße – Octaviostraße – Parkstraße bis zum Hotel Marienthal.

2. Hamburg Rathausmarkt – Barmbeck Zollamt (in Betrieb seit 8. 6. 1867)

  • Linienführung: Zunächst im Zuge der Wandsbeker Linie bis zur Lübeckerstraße, dann Mühlendamm – Kuhmühle – Schürbeckerstraße – Hamburgerstraße – Am Markt bis zum Osterbeck.

Zweiglinie: Schürbeck – Uhlenhorsterweg – Walhalla (betrieben vom 15. 11. 1868 – 3. 3. 1869 und 7. 2. 1870 bis 14. 3. 1870)

3. Hamburg Rathausmarkt – Eimsbüttel Marktplatz (in Betrieb seit 5. 9. 1868)

  • Linienführung: über Hermannstraße – Ferdinandstraße – Lombardsbrücke – Esplanade – Dammthor – Grindelallee – Schlump – Schäferkampsallee – Fruchtallee – Eimsbütteler Marktplatz.

Zweiglinie nach Hoheluft (in Betrieb seit 4. 5. 1870) – Linienführung: Zunächst im Zuge der Eimsbütteler Linie vom Rathausmarkt bis zur Grindelallee Ecke Schlump, dann über Grindelberg – Hoheluftchaussee bis zum Grenzhaus Hoheluft.

4. Hamburg Rathausmarkt – Hamm Marktplatz (in Betrieb seit 11. 12. 1875)

  • Linienführung: zunächst im Zuge der Wandsbeker Linie bis zum Steinthor (Schadendorfs Hotel), dann Große Allee – Beim Strohhause – Berlinerthor – Bürgerweide – Mittelstraße – Hamm Marktplatz bei der Hammer Kirche.

Im Juli 1881 fusioniert diese Gesellschaft mit der Straßeneisenbahn-Gesellschaft in Hamburg.

Hamburg=Altonaer Pferdebahn=Gesellschaft (In Betrieb seit 15. 4. 1878)

  • Linienführung: Hamburg Rathausmarkt (unmittelbar hinter der Börse) – Alterwall (rückkehrend Großer Burstah – Große Johannisstraße) – Graskeller – Ellernthorsbrücke – Alter Steinweg – Groß Neumarkt – Neuer Steinweg (rückkehrend über Mühlenstraße – Schlachterstraße) – Zeughausmarkt – Millernthor – Reeperbahn – Langereihe – Nobisthor – Reichenstraße – Große Bergstraße bzw. Königstraße bis zur Endhaltestelle in Altona in der Bahnhofstraße zwischen Markt- und Königstraße. Ab 11. 8. 1881 wird die Linie über die Rathausstraße – Speersort – Steinstraße bis zur Kunstgewerbeschule in St. Georg (Steinthorplatz / Große Allee) verlängert. Ab 1. 9. 1885. Durch Fertigstellung des Straßenzuges Heiligengeistbrücke – Michaelisstraße. Aenderung der Linienführung: von Altona kommend jetzt nicht mehr durch die Schlachterstraße, sondern über Michaelisstraße Michaelis- und Heiligengeistbrücke nach dem Gr. Burstah.

Alter Steinweg jetzt nur noch für die Richtung nach Altona. Anfang August 1886 wird die Schleifenfahrt um die Börse Über den Altenwall wegen des beginnenden Rathaus- Neubaus aufgehoben und die Linie in beiden Richtungen über die Große Johannisstraße und Großer Burstah geleitet.

Die Linien der Straßeneisenbahn=Gesellschaft in Hamburg (bis Mitte 1890)

1. Ringbahn um die Alster

  • Linienführung: Pferdemarkt – Breitestraße – Lilienstraße – Georgsplatz – Ernst Merckstraße – Langereihe – Barcastraße – Buchtstraße – Mundsburgerbrücke – Papenhuderstraße – Hofweg – Am Mühlenkamp – Langerkamp – Dorotheenstraße – Winterhuder Marktplatz – Eppendorferstraße – Kirchenweg – Eppendorferlandstraße – Eppendorfer Chaussee – Rotherbaum Chaussee – Dammthor – Esplanade – Lombardsbrücke – Glockengießerwall – Georgsplatz – Rosenstraße – Pferdemarkt.

Eröffnungsdaten:

Winterhude – Uhlenhorst – Pferdemarkt – 7. 6. 1880

Winterhude – Rotherbaum – Stephansplatz – 22. 7. 1880

Stephansplatz – Lombardsbrücke – Pferdemarkt – 13. 8. 1880

Verlegung der Endstation vom Pferdemarkt zum Gänsemarkt für die Rothenbaumlinie: 2. 8. 1881. Nach Fertigstellung der Gerhofstraße unter Aufhebung der Endhaltestellen Pferdemarkt und Gänsemarkt Einführung des Ringbetriebes über Rathausmarkt – 1.10. 1883

2. Winterhude – Alsterdorf – Ohlsdorf

In Betrieb seit 24. 7. 1880, zunächst als Durchgangslinie ab Pferdemarkt über Uhlenhorst und Rotherbaum, später als Pendellinie Winterhuder Marktplatz – Ohlsdorf.

3 Dornbusch – Rothenburgsort (in Betrieb seit 20. 10. 1880)

  • Linienführung: Dornbusch – Große Reichenstraße – Fischmarkt – Kleine Reichenstraße – Hopfensack – Meßberg – Deichthorstraße – Deichthor – Banksstraße – Billhorner Röhrendamm – Vierländerstraße bis zur Zollstätte.

4. Dornbusch – Horn (in Betrieb seit 2. 11. 1880)

  • Linienführung: Dornbusch bis Kl. Reichenstraße auf dem Gleis der Rothenburgsorter Linie, dann Hopfensack – Meßberg – Klosterstraße – Bahnhofsplatz – Klosterthor – Spaldingstraße – Anckelmannstraße – Borgfelderstraße – Hammerlandstraße – Hornerlandstraße – Letzter Heller.

5. Ringbahn um die innere Stadt (in Betrieb seit 14. 6. 1881)

  • Linienführung: Bahnhofsplatz (vor Höfers Hotel) – über den Wall beim Johanniskloster vorbei nach dem Steinthor – Glockengießerwall – Lombardsbrücke – Esplanade – über die neuen Wallanlagen zwischen Damm- und Holstenthor – aus dem Holstenthor längs der Allee beim Heiligengeistfeld nach dem Millernthor, dann längs der geneigten Ebene nach dem Hafen – Johannisbollwerk – Vorsetzen – Baumwall, über die neue Brücke am Niederbaum – Sandthorquai – Brookthorquai – Poggenmühle – Wandrahmsbrücke – Meßberg – Klosterstraße – Bahnhofsplatz. Im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Freihafengebietes Aenderung der Linienführung ab 27. 9. 1888: Baumwall – Steinhöft – Schaarthor – Kajen – Beim neuen Krahn – Bei den Mühren – Zippelhaus – Dovenfleth – Meßberg.

5a. Zweiglinie Holstenthor – Carolinenstraße – zweiter Durchschnitt (in Betrieb seit 14. 6. 1881)

6. Winterhude – Mittelweg – Gänsemarkt (in Betrieb seit 2. 8. 1881)

  • Linienführung: Dorotheenstraße – Maria Louisenstraße – Heilwigstraße – Frauenthal – Mittelweg – Dammthor – Stephansplatz – Gänsemarkt (ab 1. 10. 1883 bis Rathausmarkt).

7. Adolphsplatz – Eimsbüttel/Langenfelde (in Betrieb seit 29. 9. 1881)

  • Linienführung: Adolphsplatz – Adolphsbrücke – Bleichenbrücke – Große Bleichen – Wexstraße – Großneurnarkt – Kohlhöfen – Poolstraße – Holstenplatz – Feldstraße – Neuer Pferdemarkt – Neue Rosenstraße – Bartelsstraße – Vereinsstraße – Meißnerstraße – Eppendorferweg – Osterstraße – Parkstraße – Müggenkampstraße.

8. Rathausmarkt – Barmbeck (Aenderung der Linienführung ab 17. 7. 1883)

  • Linienführung: Vom Rathausmarkt bis Georgsplatz wie bisher, dann Ernst Merckstraße – Langereihe – Barcastraße – Graumannsweg – Kuhmühle und weiter auf dem alten Weg bis Barmbeck Zoll. Auf dem alten Wege über Mühlendamm – Steindamm wird am gleichen Tage eine Zwischenlinie vom Winterhuderweg bis Rathausmarkt eingerichtet.

9. Rathausmarkt – Eimsbüttel und Hoheluft (Aenderung der Linienführung ab 1. 12. 1883)

  • Linienführung: Vom Rathausmarkt nicht mehr über Hermannstraße – Lombardsbrücke, sondern über Königstraße – Gerhofstraße – Gänsemarkt – Dammthorstraße, dann die Eimsbütteler Linie weiter über An der Verbindungsbahn – Schröderstiftstraße nach Eimsbüttel.

Auf dem Abschnitt Grindelallee- Schlump:

Einrichtung einer Zwischenlinie: Schlump, Ecke Schäferkampsallee – Grindelallee – Dammthor – Gänsemarkt – Rathausmarkt

10. Brandstwiete – Eimsbüttel (in Betrieb seit 19. 12. 1885)

  • Linienführung: Brandstwiete/Dovenfleth – Fischmarkt – Kl. Bäckerstraße – Dornbusch – Gr. Bäckerstraße – Börsenbrücke – Adolphsplatz – Adolphsbrücke – Bleichenbrücke – Heuberg – Hohe Bleichen – ABC- Straße – Gänsemarkt – Dammthorstraße – Ringstraße – durch den botanischen Garten – zwischen den Kirchhöfen – Lagerstraße – Neue Rosenstraße – Schanzenstraße – Weidenallee – Weidenstieg bei der Kirche.

11. Weitere Linie Deichthorstraße Rothenburgsort (in Betrieb seit 19. 8. 1886)

  • Linienführung Deichthorstraße Deichthor – Banksstraße – Billhorner Röhrendamm bis zur Stadtwasserkunst.

12. Fischmarkt – Hammerbrookstraße (in Betrieb seit 21. 10. 1887)

  • Linienführung: Vom Fischmarkt zunächst im Zuge der Horner Linie bis zur Spaldingstraße (Lübecker Bahnhof), dann durch die Hammerbrookstraße bis zur Süderstraße.

13. Verstärkungslinie Rathausmarkt Uhlenhorst (Langerzug) (in Betrieb seit 1. 12. 1888, nur an Werktagen)

Interimistische Linie für die Industrie- und Gewerbe- Ausstellung am Holstenthor: Vom Mühlendamm – Steindamm – Steinthorplatz – Glockengießerwall – Lombardsbrücke – Esplanade – Ringstraße – Holstenplatz, betrieben vom 1. 6. – 7. 10. 1889.

14. Süderstraße – Baumwall (in Betrieb seit 12. 3. 1890)

  • Linienführung: Süderstraße Ecke Ausschlägerweg – Arnsinckstraße – Bahnhofsplatz – Meßberg – Dovenfleth – Bei den Mühren – Kajen – Baumwall.

Altonaer Ringbhahn (in Betrieb seit 31. 5. 1882)

  • Linienführung: Endhaltestelle Klopstockstraße – Palmaille – Große Mühlenstraße – Große Prinzenstraße – Rathausmarkt – Grund – Kleine Freiheit – Große Brunnenstraße – Adolfstraße – Juliusstraße – Schulterblatt – Hamburger Straße – Allee – Bahnhofstraße. Im Juli 1882 wird die Endhaltestelle nach Belle- Alliance (Ecke Schulterblatt und Hamburger Straße) verlegt und von der Bahnhofstraße direkt in die Palmaille eingebogen, so daß die Klopstockstraße nicht mehr berührt wird.

Im März 1883 wir zur Finanzierung weiterer Linien „The Hamburg, Altona and North Western Tramways Company, Limited” gegründet, die am 1. 5. 1884 auch die Altonaer Ringbahn übernimmt.

Millernthor – Eimsbüttel (in Betrieb seit 1. 8. 1883)

  • Linienführung: Millernthor – Eimsbütteler Straße – Neuer Pferdemarkt Schulterblatt – Eimsbütteler Chaussee – Sophienallee – Pinneberger Weg bis Eimsbütteler Marktplatz.

Millernthor – Holstenstraße (in Betrieb seit 28. 9. 1883)

  • Linienführung: Millernthor – Eimsbütteler Straße – Kieler Straße – Rosenstraße – Holstenstraße bis zur Allee.

Millernthor – Hoheluft (in Betrieb seit 31. 5. 1884)

  • Linienführung: zunächst im Zuge der Eimsbütteler Linie bis zur Eimsbütteler Chaussee, dann Eppendorfer Weg – Schulweg – Im Gehölz – Gärtnerstraße bis zur Hoheluftchaussee. 14. 11. 1885 Verlängerung der Eimsbütteler und Hohelufter Linie vom Millernthor über die Michaelisstraße bis zum Rödingsmarkt, rückkehrend über Alten und Neuen Steinweg. 1. 4. 1888 Verlängerung der Holstenstraße-Linie bis zum Rödingsmarkt.

Große Hamburg=Altonaer Straßenbahn Gesellschaft

1. Altona Klopstockstraße – St. Georg Große Allee/Lindenstraße – sog. “Hochbahn” (in Betrieb seit 16. 9. 1887)

  • Linienführung: Vom Zollamt in der Klopstockstraße – Palmaille – Breitestraße – Altonaer Hochstraße – Hamburger Hochstraße – Langestraße – Antonistraße – Hafenstraße – Johannisbollwerk – 2. und 1. Vorsetzen – Baumwall – Steinhöft – Schaarthorsbrücke – Rödingsmarkt – Großer Burstah – Große Johannisstraße – Rathausmarkt – Hermannstraße – Ferdinandstraße – Glockengießerwall – Ernst Merckstraße – Langereihe – Gr. Kirchenweg – Baumeisterstraße – Hansaplatz – Lüneburgerstraße – Kreuzweg (rückkehrend Pulverteich) – Große Allee bis Ecke Lindenstr. Wegen ungenügender Benutzung dieser Linie auf der Altonaer Seite wird am 5. 5. 1890 eine neue Zwischenlinie von St. Georg bis zur Hafenstraße (nahe Pinnasberg) eingerichtet, sodaß nur noch jeder zweite Wagen bis Altona durchfährt.

2. Hohenfelde – St. Pauli (in Betrieb seit 8. 5. 1890)

  • Linienführung: Lübeckerstraße (nahe dem Mühlendamm) – Lübeckerthor – Lohmühlenstraße – Brunnenstraße – Rostockerstraße – Hansaplatz – Baumeisterstraße – Großer Kirchenweg – Langereihe – Ernst Merckstraße – Glockengießerwall – Ferdinandstraße – Hermannstraße – Rathausmarkt – Große Johannisstraße – Großer Burstah – Graskeller – Alter Steinweg – Großneurnarkt – Neuer Steinweg – Zeughausmarkt (rückkehrend über Mühlenstraße – Michaelisstraße – Heiligengeistbrücke) – Millernthor – Reeperbahn – Langereihe bis zum Wilhelmsplatz.

07.08.2007

Tw 3022

Dem Webmaster liegen drei Wagenakten vor, wobei wir vorerst eine komplett eingescannt haben. Anfangs noch hübsch in Buchform geführt, wurde ab den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Loseblattsammlung eingeführt. Eine Wagenakte ist somit in der Endzeit der Straßenbahn lediglich eine Ansammlung unterschiedlichster Zettel, wobei manche sehr regelmäßig vorkommen (z.B. die E-Prüfung jeweils nach 25.000 km). Die Werkstattaufträge sind sicherlich am interessantesten…

Wagenakte V6-Tw 3022 (1958-1968) – Die Loseblattsammlung halt folgenden
Inhalt:

  • Bremswegprotokoll
  • Elektrische Widerstandsmessungen
  • Meldung über
    Wagenbeschädigung
  • Prüfprotokoll elektrische
    Ausrüstung
  • Prüfprotokoll für
    Fahrzeuguntersuchungen
  • Technische Daten Fahr- bzw. Drehgestelle
  • Werkstattauftrag bzw. Werkstattauftrag
    Strab / Fahr-Drehgestell

Die Seiten sind so eingescannt, daß alle Details in “voller Schönheit” zu sehen sind – bitte also etwas Downloadzeit einplanen. Die Auflistung erfolgt chronologisch: 1958 wurde der Wagen von 3084 in 3022 umgezeichnet. Die Wagenakte des Tw 3084 liegt uns nicht vor (gewiß noch in Buchform geführt), lediglich ein Blatt von 1951 wurde in die neue Wagenakte übernommen. 1968 erfolgte der Umbau zu V6E-Tw 3622, aus dieser letzten Zeit (bis zur Verschrottung 1978) sind ebenfalls keine Unterlagen vorhanden, hier wurde von der Hochbahn eine neue Wagenakte angelegt. Zufällig liegt uns auch ein Nummernschild des Tw 3022 vor, allerdings hat die Hochbahn daraus später durch Aufmalen von zwei neuen Ziffern die Wagennummer 3252 gezaubert. Die vielen Umnumerierungen haben gewiß viel Geld gekostet, aberzumindest bei den Nummernschildern (auch bei Schildern zu AnzahlenSteh-/Sitzplätzen) hat man damals sehr ekonomisch gehandelt.

 

07.08.2007

V7-Wagen

Wagen 3244

Der V7 ist mit dem V6 eng verwandt; lediglich die abweichende Fensteraufteilung auf der Türseite (2+2 statt 3+3) unterschied die beiden Typen äußerlich. Auch hatten die V7 bereits von Anfang an Schwingtüren (die Vorgänger wurden mit Schiebetüren geliefert, die aber später beim Umbau ersetzt wurden). Die V7-Wagen waren wesentlich leichter als die V6 (wohl der wesentliche Grund für die Weiterentwicklung). Ab wurden die V7 zu Einmannwagen umgebaut (V7E). Anzahl V7-Wagen = 91 + 81 (Bw). Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt den Wagen 3244 unterwegs nach Lurup (Aufnahme Sammlung tra.ms, Juli 1955).

  •  V7-Wagen (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Wagenparkliste)

07.08.2007

V6-Wagen

Wagen 3110

Waren die V5-Wagen noch mit Pendelschaffnern besetzt, wurde der Typ V6 bereits für “Fahrgastfluß” mit festem Schaffnerplatz konzipiert. Zwischen 1966 und 1969 wurden die Tw dann aber zu Einmannwagen umgebaut, hierbei wurde die Einzeltür vorn durch eine Doppeltür ersetzt (und hinten die Doppeltür durch eine Einzeltür). Die Fahrgäste konnten die Einmannwagen an der gelben (beige!) Bauchbinde vorn erkennen, schließlich mußte man bei diesen Wagen jetzt vorn einsteigen. Anzahl V6-Wagen = 104 + 100 (Bw). Fotos folgen noch. Das obige Foto zeigt Wagen 3110 unterwegs in Altona (Aufnahme Sammlung tra.ms, April 1956).

  • V6-Wagen (dieser Link öffnet eine pdf-Datei mit der Wagenparkliste)